EWU Breitensport Camp

11.12.2014

Der Termin für das BSC 2015 steht inzwischen fest: 10. - 14. August 2015 in Grabau auf der Ramm Ranch. Weitere Infos unter www.ewu-breitensportcamp.de. Und hier noch ein Bericht über das Breitensport Camp 2014:

Sichtbarer Fortschritt für alle

Das war die einhellige Meinung aller Organisatoren, Instruktoren und Teilnehmer, die teilweise bereits zum vierten Mal am EWU Breitensport Camp teilgenommen haben, das erneut im schleswig-holsteinischen Grabau stattfand.

Wie in den beiden Vorjahren hatten sich wieder an die 30 Teilnehmer zusammengefunden, um eine Woche lang Pferde und Reiten in Theorie und Praxis satt zu erleben. Zentraler Gedanke des Breitensport Camps ist die Horsemanship, d.h. das rundum faire Verhalten von Reiter zu Pferd, sei es vom Boden aus oder unter dem Sattel. „Wir haben die Philosophie der amerikanischen Horsemanship Camps, die in Deutschland von der DQHA mit zum Teil amerikanischen Trainern durchgeführt werden, für die EWU übernommen und in einigen Kleinigkeiten an unsere Bedürfnisse angepasst“, erklärte Kai Lahann, „Mr. Breitensport Camp“. Kai und seine Frau Silke, auch in diesem Jahr wieder Instruktorin für die Einsteiger-Gruppe, leben und arbeiten (neben ihren Haupt-Jobs) für diese Philosophie und werden nicht müde, immer wieder neue Ideen dazu zu entwickeln. Mehr dazu weiter unten im Text…

Viele „Wiederholungstäter"

Auch die Instruktoren waren überwiegend begeisterte „Wiederholungstäter“, und wer – wie in diesem Jahr Ina Gonsiorek aus Mecklenburg-Vorpommern – neu dazu gekommen war, wurde sogleich vom Camp-Virus infiziert: „Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung des Camps, sowohl die Professionalität der Organisation als auch den stetigen Fortschritt der Teilnehmer betreffend“, erzählte Ulrich Schliephak am Donnerstagabend des Camps, an dem es auf der Ramm-Ranch, die dem Camp seit drei Jahren schon fast zur Heimat wurde, traditionell ein großes Grillfest gab. „Wir haben die Teilnehmer wie jedes Jahr nach dem Vorreiten einer leichten Horsemanship-Aufgabe in vier Gruppen eingeteilt, die in sich sehr homogen und daher auch harmonisch waren. Jeder Teilnehmer bekam dann für sein Namensschild seine Gruppenfarbe gelb, grün, rot oder blau“, erklärte Ulrich.

Vier Gruppen

Abhängig vom jeweiligen Leistungsniveau setzten die Instruktoren einzelne Arbeitsschwerpunkte: „Meine Gruppe hat sich ihrem hohen Leistungsniveau entsprechend zum Beispiel die Arbeiten an Feinheiten der Versammlung, viel Galopparbeit und die Anfänge für fliegende Galoppwechsel gewünscht“, berichtete die Instruktorin der blauen Gruppe Ina Gonsiorek, selbst Turnierreiterin LK 2 und seit Ende August auch Landesmeisterin im Senior Trail des Landesverbandes Mecklenburg Vorpommern.

In Ulrichs (grüner) Gruppe war das Ziel seiner Aussage nach, aus den Reitern mit ihren Pferden jeweils ein Team zu schweißen. Nadja Vanselows rote Gruppe hatte ihre Pferde bereits gut im Griff und trainierte daher, die Pferde fein an die Hilfen zu stellen.

Die gelbe Einsteigergruppe wurde wie in den Vorjahren von Silke Lahann betreut: „Hier ging es noch um die Grundlagen, Sicherheit zu schaffen, das Pferd immer kontrollieren zu können und auch in ungewohnter Umgebung – manch ein Teilnehmer war zum ersten Mal von seinem Hof verreist – nicht Mitfahrer, sondern tatsächlich Pilot zu bleiben.

Neu: Junior-Instruktoren

Neu in diesem Jahr war die 15jährige „Junior-Instruktorin“ Anna Middelberg vom EWU Landesverband Hannover. Sie selbst hatte bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr an DQHA Camps teilgenommen und „hospitierte“ in den verschiedenen Gruppen. „Das hat mich total begeistert und ich habe auch selbst viel gelernt, vor allem, auch fremde Pferde schnell einzuschätzen“, erzählt Anna, selbst jugendliche Turnierreiterin in LK 1 und erfahren in allen Disziplinen.

Lehrreiche Workshops

Großes Interesse fanden auch die Workshops, in denen es um Sattelkunde (durchgeführt von „Pucki“ Meins, Western Enterprise), Longieren und Doppellonge (Natascha Howanietz, Ausbilderin Gespannfahren), Regelwerk Reitabzeichen usw. (Martina Sell, Ausbildungsbeauftragte EWU HH/SH), Giftpflanzen (Sabine Rave) oder auch das Knüpfen von Knotenhalftern (Birgit Henke & Thies Böttcher) ging. Cowboy-like wurde es im Roping Workshop und in der Demonstration des „Cowboy Mounted Shooting“, die beide von Roger Rahn aus Boklund präsentiert wurden.

Routine bringt Entspannung

Ganz besonders fielen in diesem Jahr die lockere Stimmung und der Teamgeist auf. Bedingt durch die vielen „Wiederholungstäter“ sowohl auf Seiten der Instruktoren als auch der Teilnehmer, die schon genau wussten, dass man Zeitpläne besser einhält und an den Workshops auch teilzunehmen hat. So riss einer den anderen mit in die Camp-typischen Abläufe, und wenn ein „Frischling“ eine Frage hatte, so fand sich sicherlich sofort einer, der die richtige Antwort darauf wusste.

Das bestätigte auch Angelika Claussen, ebenfalls bereits zum dritten Mal dabei: „In diesem Jahr kam ich mit meinem neuen Pferd, das gerade erst angeritten ist. Mir gefällt, dass ich jedes Mal einen neuen Trainer habe, weil ich durch diese Vielfalt immer wieder neue Eindrücke bekomme. Die Organisation ist von Jahr zu Jahr routinierter geworden, jeder hilft jedem und wir hatten alle eine Menge Spaß. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder dabei“.

Neu im nächsten Jahr: Stipendien fürs Breitensport Camp

Für die Zukunft haben sich Kai und Silke Lahann etwas ganz Besonderes einfallen lassen: „Wir kennen einige Jugendliche (und Erwachsene), die viel aus den BSC mitnehmen können und umgekehrt durch ihre Art im Umgang mit Mensch und Tier den Camps auch viel zurück geben könnten. Leider können sich aber nicht alle Familien die Camp-Teilnahme leisten. Aus diesem Wissen entstand unsere neue Idee des BSC-Stipendiums. Damit können Privatpersonen oder Firmen, die den Gedanken des Breitensport Camps unterstützen wollen, einen oder mehrere Teilnehmerplätze sponsern “ erklärt Kai Lahann.
Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze ...

Mehr Infos zum BSC gibt es unter Breitensport/Breitensport Camp.

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