Heiße Tage in Hüttblek - Hier der Bericht in voller Länge

22.08.2013

Von Rolf Taube

Könnt Ihr Euch noch an das erste EWU C-Turnier im Westernreitzentrum Hüttblek im vergangenen Jahr erinnern? Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich damals im gelben Regenmantel umher gelaufen bin, weil es ohne Ende wie aus 1.000 l - Behältern gegossen hat.

Als hätte uns jemand stöhnen gehört und sich gesagt: Ich kann auch anders! Und den Beweis ist er uns am letzten Wochenende wirklich nicht schuldig geblieben.

Laut Teilnehmerliste hatten sich 132 Reiter/Pferdkombinationen angemeldet. Nur einige wenige davon haben sich offenbar von der Sonne beeindrucken lassen und sich kurzfristig etwas anderes vorgenommen. Die Übrigen haben sich bei Temperaturen von 30° C aufwärts tapfer geschlagen.

Ein Artikel in der wöchentlichen Ausgabe der hier erscheinenden lokalen Zeitung hatte das Turnier bereits am Mittwoch angekündigt uns so waren bei der Hitze auch einige Einwohner, teilweise sogar mit kleinen Kindern, erschienen und wollten mal sehen, was bei so einem Westernreitturnier wohl los ist. Und so kamen wir trotz schönstem Strandwetter auf eine stattliche Anzahl an Zuschauern.

Für das nötige Drumherum hatten Britta Kühl-Bohnee und Ehemann Matthias sehr gut gesorgt. Natürlich war die Firma Kamecke wieder mit einem Stand vertreten und lieferte belegte Brötchen, Crepes und Eis. An einem riesigen fahrbaren Grill konnte man sich mit Würstchen und Steaks versorgen. Und an einem Stand von Freunden und Nachbarn von Britta gab es leckeren selbstgebackenen Kuchen.

Natürlich waren auch unsere Outfitter Pucki und Petra Lampe-Roepsdorf wieder vorort und boten wie immer alles an, was Westernreiter so rund um ihr Pferd oder für sich persönlich benötigen.

An beiden Tagen im Backofen, sprich in der Halle, saßen Richter Thomas Hoppe und seine bestens gelaunte Ringstewardess Fenja Knispel. Nur zum Trail, der jeweils morgens statt fand, konnten beide die kurze Abkühlung auf dem Platz genießen. Anschließend ging es ohne murren zurück in die Halle. Das war, wie den ganzen Tag in der Sauna zu verbringen. Sein Handtuch hatte Thomas ja schon mitgebracht. Aber ich kann mir vorstellen, dass er auf diese Art Saunagang gern verzichtet hätte.

Kaum war der erste Turniertag geschafft, schien jemand den Hebel für das Wetter umgelegt zu haben. Wind kam auf und es begann zu regnen. Als die ersten Turnierteilnehmer versuchten Ihre Pferde in Sicherheit zu bringen, war es schon wieder vorbei. Gott sei Dank! Warteten doch einige auf den Auftritt von Matthias Bohnee und seiner neuen Band NORDWARD HO, die deutschen Küstenrock spielten und an diesem Abend tolle Unterhaltung boten.

Am nächsten Morgen war die Sonne wieder da und schickte ihre Strahlen genauso gnadenlos zu uns hinab wie am Vortag. An beiden Tagen sahen wir guten Sport von motivierten Reiter-Pferd-Teams. Und wenn einmal ein Teil eines dieser Zweierteams motivierter war als der andere Teil, konnte dies durchaus zur Disqualifikation führen, wie Thomas Hoppe in einem Fall deutlich zeigte.

Natürlich wurden einige junge Reiter auch wieder von ihren Trainern begleitet. Es ist immer sehr schön zu beobachten, mit welchem Engagement diese dabei sind und jedes Auf und Ab ihrer Schützlinge miterleben und sich am Ende mit ihnen über den Erfolg freuen können.

Petra Lampe-Roepstorff war sogar in Dreierfunktion anwesend: Als Ausstellerin (siehe oben), als Teilnehmerin und als Betreuerin ihrer Reitschüler. Petra, wie schaffst Du das nur?

Auch Detlev Wenck hat Schützlinge nach Hüttblek begleitet. Er betreibt seit etwas über einem Jahr zusammen mit seiner Partnerin Andrea Biesterfeldt die Rose Hill Ranch in Nienwohld bei Bargteheide.

Lars Nebel und seine Freundin haben Linde van Koeding mit ins Westernreitzentrum gebracht. Lars hat es inzwischen von Hamburg nach Niedersachsen verschlagen. In Oetzen im Landkreis Uelzen unterhält er gemeinsam mit seiner und der Familie von Laura Boethling den Pensionsreitstall Horse Point. Linde van Koeding ist dort als Reining-Trainerin tätig und hat ihr Können in Hüttblek mit dem ersten Platz in ihrer Klasse unter Beweis gestellt. Obwohl erst 23 Jahre alt, bringt Linde schon Erfahrungen aus den USA mit.

Die Anwesenheit eines Reporters der oben erwähnten Lokalzeitung am zweiten Turniertag bescherte dem Westernreitzentrum Hüttblek und unserem Landesverband mit dem Foto von Simone Tobler auf ihrem Quarter Horse Wallach Heza Hobby Zipper auch nach dem Turnier nochmals einen Artikel – und zwar auf der Titelseite. Hier der Artikel aus dem "nord express" vom 31. Juli 2013.

So kann ein Turnier immer ablaufen: Werbung für den Sport, die EWU und den Veranstalter vorher und nach her, hervorragende Wetterbedingungen, jede Menge Spaß, gute Unterhaltung, zufriedene Teilnehmer und viele Zuschauer.

Bis zum nächsten Mal.

Rolf, der Doorman in Hüttblek

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